Senioren-Park Carpe Diem Euskirchen

Historie der früheren rheinischen Landesgehörlosenschule

Die Stadt vermittelte 1910 den Aufkauf eines ca. 26 Morgen großen Komplexes an der Billiger Straße-Eifelring- Augenbroicher Straße. Im Jahre 1912 wurde mit dem Bau der Anstalt nach dem Korridor-System für 120 Zöglinge begonnen.

„Am 12.06.1914 wurde das repräsentative Schulgebäude unter lebhaftem Anteil der Bevölkerung feierlich seiner Bestimmung übergeben"
Das Hauptgebäude diente im Erdgeschoss mit Klassenräumen dem Schulbetrieb, die Obergeschosse als Wohn- und Schlafräume der Zöglinge, die Anbauten nach Süden und Westen als Lazarett bzw. Speiseräume und Kapelle. Die Bauplanung und -ausführung lagen in den Händen der Provinzialbehörden in Düsseldorf. Von dort wurden am 29.03.1912, nachdem die Arbeiten schon begonnen hatten, die Pläne des Landesbaurats Ostrop beim Euskirchener Bürgermeister eingereicht und genehmigt. Der gesamte Komplex mit Gebäuden und Gartenanlagen beanspruchte ein Gelände von ca. 110 Meter Frontlänge am Eifelring und von ca. 220 Meter Länge an den Seiten zur Billiger- und Augenbroicher Straße.”

Wann gilt eine Immobilie als Denkmal?

Die Klassifizierung als Denkmal erfolgt durch das Amt für Denkmalschutz

Das Objekt muss die Voraussetzungen eines sogenannten Baudenkmals erfüllen und erhält ab diesem Zeitpunkt die wichtige Zuordnung als erhaltungswürdiges Denkmal.

Nachdem das Objekt die Einstufung als Denkmal erhalten hat, werden alle Kosten, die in Zusammenhang mit der Wiederherstellung des Objektes stehen, und die vom Amt für Denkmalschutz genehmigt worden sind, als sonderabschreibungsfähige Investitionskosten anerkannt.

Diese sogenannten Sanierungskosten sind innerhalb von 12 Jahren zu 100 % steuerlich absetzbar (siehe auch Abschreibungsarten). Je höher also der Sanierungskostenanteil eines Gebäudes ist, desto höher sind damit auch die vom Kapitalanleger anzusetzenden Werbungskosten.

Durch diese hohen Abschreibungsmöglichkeiten ist die denkmalgeschützte Immobilie das Optimum in Bezug auf die Rendite nach Steuern bei Immobilien als Kapitalanlage.

Die Sanierungskostenanteile bei derartigen Objekten belaufen sich in der Regel auf ca. 80 % des Kaufpreises.

Zu beachten ist hierbei jedoch, dass alle Maßnahmen, die der beauftragte Bauträger vornehmen will, zuerst einer Genehmigung bedürfen. Baumaßnahmen an denkmalgeschützten Bauten sind in der Regel durch die Vielzahl von Einflussfaktoren aufwendiger als an Neubauten.

Während der gesamten Sanierungsdauer, die in der Regel 1 Jahr andauert, werden sämtliche Arbeiten unter Aufsicht des Amtes für Denkmalschutz überwacht. In allen anderen Bereichen, die keiner Kontrolle des Amtes unterliegen, können entsprechende Neubaumaßnahmen durchgeführt werden, wie z. B. der Neueinbau von Heizung-, Sanitär- und Elektroinstallation und die komplette Erneuerung der Wände und Beläge im Inneren.

Ziel ist es, durch die Sanierung das äußerliche Erscheinungsbild des Objektes nicht zu verändern, jedoch technisch das Objekt in einen Neubauzustand zu versetzen.

Aufgrund der sehr guten Bausubstanz des Objektes erhält der Kapitalanleger nach erfolgter Sanierung eine Immobilie, die ein immenses Wertsteigerungspotential beinhaltet, da Immobilien dieser Art nicht mit einer Neubau- oder Bestandsimmobilie verglichen werden können.

Mieteinnahmen und auch Wertsteigerungen liegen hier deutlich über dem Marktdurchschnitt, was den Premium-Charakter dieser Investition unterstreicht.